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Bibliothèque d'études

Fondamentaux & général · 2009

Acute Effects of Stochastic and Sinusoidal Whole Body Vibration On Pelvic Floor Muscle Activation

Lauper, M., Kuhn, A., Gerber, R., Luginbühl, H., & Radlinger, L. (2009). Pelvic floor stimulation: what are the good vibrations?. Neurourology and Urodynamics: Official Journal of the International Continence Society, 28(5), 405-410.

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Résumé en texte intégral

Hypothesis / aims of study: Frauen nach vaginaler Geburt leiden häufig unter Funktionsstörungen der Beckenbodenmuskulatur und unter Harninkontinenz. Physiotherapie und insbesondere Beckenbodentraining sind etabliert; ebenso sind positive Effekte von Ganzkörpervibration auf Schnellkraft und Kraft der Skelettmuskulatur der unteren Extremität belegt. Der Einfluss von Ganzkörpervibration auf die Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur war bislang nicht untersucht. Diese Studie prüfte die Wirkung von Ganzkörpervibration auf die Beckenbodenaktivität bei verschiedenen Vibrationsintensitäten und auf zwei unterschiedlichen Geräten: einem mit stochastischer Resonanzvibration (SR) und einem mit sinusförmiger Vibration (SV). Study design / materials and methods: 22 gesunde Frauen (30,0 ± 4,7 Jahre; 1,66 ± 0,056 m; 59,6 ± 7,6 kg) und 18 Probandinnen post partum (31,7 ± 3,4 Jahre; 1,70 ± 0,067 m; 66,4 ± 7,7 kg) nahmen an dieser prospektiven Querschnittstudie teil. Zunächst wurde die maximale isometrische Willkürkontraktion (MVC) der Beckenbodenmuskulatur mittels Elektromyographie (EMG) über eine intravaginale Sonde erfasst. Anschließend wurde die Beckenbodenaktivität bei sechs verschiedenen Intensitäten auf beiden Vibrationsplattformen gemessen (SR bei 2, 4, 6, 8, 10 und 12 Hz; SV bei 5 Hz 2 mm, 5 Hz 4 mm, 15 Hz 2 mm, 15 Hz 4 mm, 25 Hz 2 mm und 25 Hz 4 mm). Bei jeder Intensität wurden EMG-Daten während der Vibration (VIB) sowie während Vibration kombiniert mit MVC (VIB+MVC) erhoben; Gerätereihenfolge und Intensitäten wurden randomisiert. Vibrationsartefakte im EMG-Rohsignal wurden per Notch-Filter entfernt, das EMG über den RMS-Algorithmus berechnet und MVC-normalisiert (MVC = 100 EMG%). Results: Während VIB stieg die muskuläre Aktivierung mit zunehmender Vibrationsintensität auf beiden Geräten und in beiden Gruppen signifikant an (jeweils p < 0,001). Während VIB+MVC zeigte ausschließlich die stochastische Vibration einen signifikanten Anstieg mit steigender Intensität (p < 0,001) in beiden Gruppen. In der Post-partum-Gruppe führte insbesondere die stochastische Vibration zu Spitzenaktivierungen oberhalb der MVC (12 Hz = 126,7 EMG%), während die sinusförmige Vibration signifikant niedrigere Werte erreichte (25 Hz 4 mm = 73,0 EMG%). Unter VIB+MVC erreichte die Post-partum-Gruppe unter SR einen deutlichen Spitzeneffekt (12 Hz = 163,9 EMG%) gegenüber SV (25 Hz 4 mm = 104,6 EMG%). Interpretation of results: Neurobiologische und therapeutische Untersuchungen zeigen eine höhere Sensitivität des menschlichen Nerven- und Muskelsystems gegenüber stochastischen Resonanzreizen im Vergleich zu sinusförmigen Vibrationen. Dieser Vorteil der stochastischen Vibration hinsichtlich der Reaktivität der Beckenbodenmuskulatur bestätigte sich in dieser Studie. Ein typischer klinischer Befund bei Stressharninkontinenz ist das Fehlen einer kräftigen, schnellen reaktiven Beckenbodenkontraktion unter Impulsbelastung. Die stochastische Resonanztherapie hat das Potenzial, Kraftentwicklungsrate und reaktive Aktivität der Beckenbodenmuskulatur mit signifikant höherer Intensität als die maximale isometrische Willkürkontraktion zu verbessern.

Extrait de la publication originale à des fins d'information scientifique. Droits réservés aux auteurs et éditeurs.