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Podstawy i zagadnienia ogólne

Ganzkörpervibration und Aktivierbarkeit der Beckenbodenmuskulatur

Lauper M 1 , Kuhn A 2 , Gerber R 1 , Luginbühl H 3 , Radlinger L 3 1 Institut für Physiotherapie, Inselspital, Universitätsspital Bern, Schweiz 2 Urogynäkologie Frauenklinik, Inselspital, Universitätsspital Bern, Schweiz 3 Berner Fachhochschule, Fachbereich Gesundheit, Schweiz

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Einleitung: 20–50 % der Frauen sind von Harninkontinenz betroffen; Risikofaktoren sind Schwangerschaft, vaginale Geburt und Alter. Problematisch sind impulshafte Kräfte (Husten, Niesen), da hier ein reaktiv-reflektorisches Defizit bzw. mangelnde Schnellkraft der Beckenbodenmuskulatur vorliegt. Beckenbodentraining ist effektiv, und nach Ganzkörpervibration sind Schnellkraftverbesserungen beschrieben. Fragestellungen: Aktiviert Ganzkörpervibration die Beckenbodenmuskulatur? Welche Vibrationsart erzielt die höhere Aktivierung – stochastische Resonanztherapie (SRT) oder sinusförmige Vibration (SV)? Welche Vibrationsintensität erzielt die höhere Aktivierung? Methode: Prospektive Querschnittstudie mit einer Kontrollgruppe (n = 21; 30,0 ± 4,7 Jahre; 1,66 ± 0,056 m; 59,6 ± 7,6 kg) und einer Post-partum-Gruppe (n = 17; 31,7 ± 3,4 Jahre; 1,70 ± 0,07 m; 66,4 ± 7,7 kg). Nach Instruktion der Beckenbodenkontraktion mit Biofeedback wurde die Beckenbodenaktivierung mittels intravaginaler EMG-Sonde in Ruhe und bei maximaler Willkürkontraktion (MVC = 100 %) erfasst. Verglichen wurden das Gerät zur stochastischen Resonanztherapie (Zeptor med®, Amplitude 3 mm, 2, 4, 6, 8, 10, 12 Hz) und ein Gerät mit sinusförmiger Vibration (Galileo 900, Amplituden 2 und 4 mm, 5, 15, 25 Hz), jeweils während Vibration (Vib) sowie Vibration plus MVC (Vib + MVC). Gerätereihenfolge und Intensitäten wurden randomisiert. Resultate: Ganzkörpervibration führte in beiden Gruppen zu einer höheren Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur als in Ruhe; relevante Aktivierungen zeigten sich bereits bei niedrigen SRT-Frequenzen (ca. 6 Hz). Unter Vibration plus maximaler Willkürkontraktion stieg die Aktivierung nur unter stochastischer Resonanztherapie mit zunehmender Intensität signifikant an und übertraf in der Post-partum-Gruppe die maximale Willkürkontraktion, während sinusförmige Vibration signifikant niedrigere Werte erreichte. Diskussion: Die stochastische Resonanztherapie erscheint der sinusförmigen Vibration hinsichtlich der reaktiven Aktivierbarkeit der Beckenbodenmuskulatur überlegen und bietet damit einen therapeutisch nutzbaren Ansatz für Schnellkraft und Reaktivität des Beckenbodens, insbesondere bei Frauen post partum und bei Belastungsinkontinenz.

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