Geriatria · 2012
Wirkung einer Stochastischen Resonanztherapie auf die Knochendichte, Rumpfkraft und Koordination bei älteren Menschen
Dittrich, M., Eichner, G., Schmidtbleicher, D., & Beyer, W. F. (2012). Eine Untersuchung zur Wirkung der Stochastischen Resonanztherapie (SRT-Zeptoring) auf die Knochendichte, Rumpfkraft und Koordination bei Senioren. OUP, 1(2), 60-5.
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Hintergrund: Sowohl in der Prävention als auch in der Rehabilitation zahlreicher orthopädischer und neurologischer Erkrankungen kommt Ganzkörpervibrationstraining zunehmend zum Einsatz, um Propriozeption, Rumpfkraft und Gleichgewichtsfähigkeit zu verbessern sowie das Osteoporoserisiko und Stürze zu reduzieren. Untersucht wurde, ob die Impulse der stochastischen Resonanztherapie (SRT®, srt zeptor® medical plus noise) bei älteren Menschen eine Trainingswirkung auf Knochendichte, Rumpfkraft und Koordination erzielen. Anders als bei sinusförmigen Systemen werden die Reize nach dem Zufallsprinzip gesetzt; die Grundfrequenz (theta 3,5–7,5 Hz bis alpha 7,5–12,5 Hz) wird durch zusätzliche Störeinflüsse (Noise, Level 1,0–12,0) überlagert, die Trittplatten bewegen sich horizontal, vertikal und kippend. Methoden: 43 freiwillige Teilnehmende (> 60 Jahre) wurden zu drei Messzeitpunkten getestet (vor der Intervention, nach der Intervention sowie drei Monate ohne Training danach). Erhoben wurden Knochenmineraldichte und -gehalt, isometrische Rumpfkraft, statisches und dynamisches Gleichgewicht, motorische Tests zur Sturzneigung und die subjektive Gesundheitseinschätzung. In der dreimonatigen Interventionsphase trainierten die Probanden dreimal pro Woche jeweils 15 Minuten. Ergebnisse: Bei Knochen- und Mineraldichte zeigten sich weder bei Frauen noch bei Männern signifikante Veränderungen. Gleichgewichts- und Sturzneigungstests wiesen geringe, nicht signifikante Schwankungen auf; lediglich bei „Chair-Rising“ und „Timed Get Up and Go“ verbesserten sich die Frauen zum zweiten Messzeitpunkt signifikant. Die isometrische Rumpfkraft verbesserte sich von t1 zu t2 bei Frauen und Männern signifikant (Frauen vor allem in der Flexion, Männer in der Extension), von t2 zu t3 zeigten sich nur geringe Veränderungen. Schlussfolgerung: Ein regelmäßiges stochastisches Resonanztraining kann muskuläre Dysbalancen der Rumpfmuskulatur positiv beeinflussen und über gesteigerte Rumpfkraft sowie verbesserte Gleichgewichts- und Reaktionsfähigkeit dazu beitragen, Alltagsmotorik und Körperhaltung älterer Menschen zu erhalten und das Sturzrisiko zu senken. Eine eindeutige Wirkung auf die Knochendichte war in diesem Zeitraum nicht nachweisbar.
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