Zum Inhalt springen
Anwendungsbereiche

Neurologie

Die stochastische Resonanztherapie setzt dort an, wo klassische Übungstherapie an Grenzen stößt: bei der Signalverarbeitung selbst. Unvorhersehbare Reize zwingen das Nervensystem zu permanenter Neubewertung – Reflexe, Timing und Rhythmus werden neu geordnet.

Indikationen

  • 01Morbus Parkinson
  • 02Multiple Sklerose
  • 03Schlaganfall / Hemiparese
  • 04Schädel-Hirn-Trauma
  • 05Spinale Läsionen
  • 06Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
  • 07Polyneuropathie
  • 08Depression (begleitend)

Therapieziele

  • Stabileres Gangbild und größere Schrittsicherheit
  • Verbesserte Reflexsteuerung und Bewegungstiming
  • Aktivierung der spinalen Rhythmusgeber
  • Förderung der Dopaminfreisetzung

Wirkprinzip

Bewährte Therapie für neurologische Erkrankungen.

srt zeptoring® ist in der Behandlung neurologischer Erkrankungen seit Jahren etabliert. Die Wirkung beruht auf dem Zeptoring®-Prinzip: Das physikalische Phänomen der stochastischen Resonanz wird genutzt, um die neuronale Reizverarbeitung zu trainieren und dauerhaft eine bessere Beweglichkeit zu ermöglichen.

Der Begriff zeptoring® leitet sich von den Sensoren der Nerven ab – den Rezeptoren. Ihre Aktivität wird durch die unrhythmischen Bewegungen der Trainingsplatten und die zusätzliche Noise-Funktion verstärkt. So kann dem Abbau von Nervenzellen entgegengewirkt werden.

Besonders relevant ist das für Patientinnen und Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson oder Multipler Sklerose, aber auch nach Rückenmarksverletzungen und Schlaganfällen. Genau hier liegen Bewegungsstörungen vor, die klassisches physiotherapeutisches Training erschweren oder unmöglich machen. Die stochastische Resonanztherapie erzeugt dagegen neue Nerven- und Muskelaktivität – ohne große körperliche Anstrengung.

Klinische Evidenz

Wirksamkeit durch zahlreiche Studien und wissenschaftliche Veröffentlichungen belegt.

Qualität made in Germany

Höchste Standards in Präzision und Zuverlässigkeit für reproduzierbare Therapieergebnisse.

36 Therapieprogramme

Vielseitig einsetzbar – eine Lösung für nahezu alle neurologischen Behandlungsbedarfe.

Patientin trainiert Koordination und Gleichgewicht mit Ball auf dem srt zeptoring®

SRT ZEPTORING®

Rezeptoren aktivieren statt Muskeln erschöpfen – wenige Minuten pro Anwendung.

Therapieziele bei neurologischen Erkrankungen

Die gezielte Stimulation unvorhersehbarer Reize fördert messbar:

  • Verbessertes Gleichgewicht
  • Bessere Koordination und Propriozeption
  • Spastikmanagement
  • Schmerzreduktion
  • Sturzprophylaxe
  • Neuroprotektion
  • Verbesserung der Reflexsteuerung
  • Neubildung und Reaktivierung neuronaler Netzwerke
Visualisierung neuronaler Netzwerke, die durch periphere Reizgebung reaktiviert werden

Klinisch eingesetzt bei

  • Parkinson
  • MS remittierend
  • MS mit Schüben
  • Neuropathie
  • Morbus Sudeck (CRPS)
  • ALS
  • Schädel-Hirn-Trauma / Paresen
  • Schlaganfall
  • Restless Legs
  • Ataxie

Indikationen im Detail

Was in der Anwendung passiert – Erkrankung für Erkrankung.

01

Parkinson

Bei Morbus Parkinson wirkt die stochastische Resonanztherapie unter anderem über die Freisetzung von Dopamin und weiteren neurotrophen Substanzen. Die Besonderheit: Der Regelmechanismus des Gehirnstoffwechsels wird nicht getäuscht, weil körpereigenes Dopamin freigesetzt wird.

Bei einer Dauertherapie kommt es dadurch nicht zu einer so schnellen Erschöpfung der Dopaminproduktion. Durch die Einsparung von Medikamenten lassen sich gefürchtete Nebenwirkungen reduzieren.

Beobachtete Wirkungen im Vergleich zu konventioneller Therapie

  • Reduktion von Rigor und Tremor
  • Verbesserung von Gang und Gleichgewicht
  • Reduktion von Brady- und Akinese
  • Deutlich mehr Bewegungssicherheit und Lebensqualität
24%

verringerter Rigor

25%

verringerter Tremor

02

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose zeigt sehr unterschiedliche Erscheinungsbilder, was durch die Pathogenese der Erkrankung erklärt wird. Die Behandlung ist daher stets ärztlich individuell abzustimmen.

Die Lebensqualität kann mit der stochastischen Resonanztherapie nachhaltig verbessert werden – insbesondere über eine bessere Motorik und Reaktivität. Es kommt zur Neubildung und Reaktivierung neuronaler Netzwerke.

Beobachtete Wirkungen im Vergleich zu konventioneller Therapie

  • Verbesserung des Gleichgewichts
  • Verbesserung der Reflexsteuerung
  • Verbesserung der Gehfähigkeit
  • Sturzprophylaxe
  • Neuroprotektion (Schutz des Nervensystems)
  • Verbesserte Funktionalität nervaler Zellverbände
27%

besseres Gleichgewicht

03

Schlaganfall

Reduzierte Gehfähigkeit, gestörte Gleichgewichtsregulation und eingeschränkte Mobilität belasten die Lebensqualität. Paresen erschweren zusätzlich die Durchführung von Rehabilitationsprogrammen.

Muskuläre Aktivierungen sind ein zentrales Merkmal wirksamer motorischer Trainingsreize – genau die verhindern oder begrenzen Paresen. In der Folge treten schon nach kurzer Zeit im peripheren wie im zentralen Nervensystem neurodegenerative Prozesse auf.

Die stochastische Resonanztherapie umgeht das Problem willkürlicher Aktivierungsstörungen: Über die Reizung verschiedener Rezeptorensysteme werden reflektorische muskuläre Aktivierungen hervorgerufen. Das trainiert nervale Zellverbände unabhängig von der Willkürmotorik.

Beobachtete Wirkungen im Vergleich zu konventioneller Therapie

  • Erhöhung des willkürlichen muskulären Aktivierungspotenzials
  • Verbesserung der sensorischen Wahrnehmung
  • Generierung unwillkürlicher muskulärer Aktivierungen
  • Wiederherstellung von Gehfähigkeit und Gleichgewicht
  • Förderung der Reorganisation nervaler Zellverbände
  • Neuroprotektion
40%

bessere Aktivierungsfähigkeit

04

Schädel-Hirn-Trauma / Paresen

Bei Schädel-Hirn-Trauma und Paresen wirkt die Therapie über die Reizung der Rezeptorensysteme und die dadurch hervorgerufenen reflektorischen muskulären Aktivierungen. Gleichzeitig wird das Cerebellum reaktiviert, wodurch neuroplastische Prozesse angeregt werden.

Das Training ist sowohl bei zentralen als auch bei peripheren Störungen des Nervensystems einsetzbar.

Beobachtete Wirkungen im Vergleich zu konventioneller Therapie

  • Reflektorische Aktivierung trotz eingeschränkter Willkürmotorik
  • Reaktivierung des Cerebellums
  • Anregung neuroplastischer Prozesse

05

Neuropathie

Neuropathien entstehen aus unterschiedlichen Ursachen: begleitend zu einer Diabeteserkrankung, infolge toxischer Umwelteinflüsse wie Lösungs-, Pflanzenschutz- oder Schädlingsbekämpfungsmittel – oder ohne nachweisbare Ursache. Betroffen sein können alle Altersgruppen.

Die stochastische Resonanztherapie verbessert den gestörten Nervenstoffwechsel durch die Freisetzung neurotropher Substanzen sowie durch Entwicklung und Ausbau neuronaler Netzwerke. Eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität ist möglich.

Beobachtete Wirkungen im Vergleich zu konventioneller Therapie

  • Verbesserung der sensorischen Wahrnehmung
  • Verbesserung der Reflexsteuerung
  • Wiederherstellung der Gehfähigkeit
  • Verbesserung des Gleichgewichts
  • Sturzprophylaxe
34%

bessere Wahrnehmung

Quelle: Prof. Dr. rer. nat. Stefan Dalichau, Institut für angewandte Prävention und Leistungsdiagnostik, BG Unfall-Ambulanz und Reha-Zentrum am Airport Bremen: „Vibrationstraining in der Therapie unter besonderer Berücksichtigung der Stochastischen Resonanz“ (Anwendungsbeobachtungen).

Erfahrungsbericht

Wenn das Nervensystem wieder lernt zu antworten

Wir arbeiten täglich mit Menschen mit Parkinson, Multipler Sklerose oder nach einem Schlaganfall und können aus der Praxis sagen: Fortschritt entsteht hier nicht durch Kraft oder Willen allein. Er entsteht durch das Nervensystem und seine Fähigkeit, sich anzupassen, neu zu organisieren und auf Reize zu reagieren.

Viele unserer Patientinnen und Patienten kämpfen nicht nur mit motorischen Einschränkungen, sondern mit Unsicherheit. Bewegungen sind nicht verlässlich abrufbar, Schritte fühlen sich unkoordiniert an, das Vertrauen in den eigenen Körper geht verloren. Klassische Therapieformen stoßen hier an Grenzen, weil sie das zentrale Problem nur indirekt erreichen.

Was uns an srt zeptoring® angesprochen hat, war der Ansatz der gezielten Unvorhersehbarkeit. Die stochastischen Bewegungsimpulse erzeugen ein kontrolliertes neuronales „Rauschen“, das das zentrale Nervensystem herausfordert, ohne es zu stressen. Genau dieser Reiz scheint entscheidend, um festgefahrene Bewegungsmuster aufzubrechen.

In der Anwendung erleben Patienten wenige Minuten intensiver neuronaler Aktivierung – ohne aktive Kraftleistung, ohne Überlastung. Dennoch beobachten wir alltagsrelevante Veränderungen: Reaktionen werden stabiler, Bewegungen koordinierter, das Gefühl von Kontrolle nimmt zu. Bei Parkinson treten Freezing-Episoden seltener auf, der Gang wirkt flüssiger.

srt zeptoring® lässt sich nahtlos in bestehende neurophysiologische Konzepte integrieren – die Therapie ergänzt bewährte Ansätze, ohne sie zu ersetzen. Rückblickend war die Entscheidung dafür keine technologische, sondern eine therapeutische: für einen Ansatz, der Neuroplastizität nicht theoretisch beschreibt, sondern praktisch nutzbar macht.

Johannes Späkerstaatl. anerkannter Ergotherapeut, Praxisinhaber

Häufige Fragen

Neurologie & stochastische Resonanz

Zur Studienbibliothek

Wie wirkt die stochastische Resonanztherapie in der Neurologie?

Die Trainingsplatten des srt zeptoring® bewegen sich unrhythmisch und unvorhersehbar. Diese Reize aktivieren die Rezeptoren in Muskeln, Sehnen und Gelenken. Über reflektorische Antworten werden nervale Zellverbände trainiert – unabhängig von der Willkürmotorik. Das fördert Neuroplastizität, Reflexsteuerung und Gleichgewicht.

Für welche neurologischen Indikationen wird srt zeptoring® eingesetzt?

Klinisch eingesetzt wird die Therapie unter anderem bei Parkinson, Multipler Sklerose (remittierend und mit Schüben), Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma und Paresen, Polyneuropathie, Morbus Sudeck (CRPS), ALS, Restless Legs und Ataxie.

Ist die Therapie auch bei stark eingeschränkter Beweglichkeit möglich?

Ja. Die Aktivierung erfolgt reflektorisch und benötigt keine willkürliche Kraftleistung. Auch Patientinnen und Patienten, die ein herkömmliches Trainingsprogramm nicht absolvieren können, erzeugen dadurch neue Nerven- und Muskelaktivität. Die Anwendungsdauer liegt typischerweise bei wenigen Minuten.

Ersetzt srt zeptoring® bestehende neurologische Therapiekonzepte?

Nein. Die stochastische Resonanztherapie ergänzt neurophysiologische Konzepte wie Bobath, PNF oder Gangtraining. Sie schafft den neuronalen Zustand, in dem nachfolgende Übungsinhalte besser greifen.